Wir haben in unserem Wohnzimmer ein Google Home Mini. Meine Freundin nennt es liebevoll “Die Wanze”.

Praktisch ist es schon: Netflix, Radio, Spotify oder den Küchentimer einfach auf Zuruf bedienen oder mal kurz nach dem Wetter fragen. Gäste in unserem Haus können aber auch gemein sein. Denn die Wanze reagiert auf die Befehle, egal von wem sie kommen. Spotify hat zudem noch die Funktion, dass meine Freunde sehen können, was ich so höre. Da möchte ich ungern, dass ein Gast in meinem Haus unbemerkt sagt:

Ok Google, spiele Helene Fischer.

Könnte peinlich sein. 😉 Aber ich habe mich davor geschützt:

Wie geht das? Das Praktische ist, dass man über das Smartphone in den Einstellungen des Google Assistant sogenannte Verknüpfungen anlegen kann. Hier ist es möglich, mehrere Befehle zu hinterlegen und dazu einen Befehl, der stattdessen ausgeführt werden soll. So kann man Google Home beibringen, einen Befehl zu verweigern oder zu ignorieren. Wobei, eigentlich ist es eher so, dass der Befehl umgeleitet wird. Setzt man ein “sprich mir nach” vor die gewünschte Antwort, kann man Google Home eigene Texte sagen lassen.

Meine Verknüpfung sieht dementsprechend so aus:

Dadurch kann man bestimmte Anfragen an Google Home umleiten oder  eigene Texte sprechen lasen. Natürlich kann man diese Funktion auch beliebig anpassen und zum Beispiel einfach Musik eines anderen Künstlers spielen lassen oder man lässt den Google Assistant einfach etwas ganz anderes tun.
Möchte man sich wirklich absichern gegen bestimmte Befehle, sollte man sich überlegen, auch alle Varianten eines Befehls zu berücksichtigen. So hat ein Kollege neulich meinen “Schutz” umgangen, idem er “Spiel Fischer, Helene” sagte. Manchmal muss man mehrere Verknüpfungen anlegen, da jede Verknüpfung maximal 5 Befehle haben kann.

Bei “sprich mir nach” gibt es aber scheinbar Einschränkungen. So habe ich es z.B. nicht geschafft, damit eine Gegenfrage sprechen zu lassen. Das Fragezeichen scheint hier für Verwirrung zu sorgen, denn der Satz wir dann einfach nicht zu Ende gesprochen.

Ich habe selbstverständlich nichts gegen Helene Fischer. Sie ist eine sehr hübsche Frau und singen kann sie auch. Das kann man ihr nicht absprechen. Doch nachdem “Atemlos” im Radio und auf Veranstaltungen quasi totgespielt wurde, ist man die Musik von Helene Fischer sehr schnell satt.

Welche Ideen habt Ihr noch für diese Funktion? Was kann man damit noch tolles machen? Gerne in die Kommentare.

Titelbild: www.nextdayblinds.com