Kontist

Kostenloses Geschäftskonto für Freelancer: Kontist

(Update am Ende des Artikels)
Wenn man als Selbstständiger oder als Freelancer arbeitet, hat man viel im Kopf. Buchhaltung notwendigerweise auch, aber eigentlich möchte man sich viel lieber auf das eigentliche Geschäft konzentrieren. Dazu kommt noch, dass die meisten Banken für Geschäftskonten wesentlich höhere Kontoführungsgebühren verlangen als für private Girokonten.

Vor einiger Zeit habe ich hierfür eine praktische Lösung gefunden: Kontist.

Kontist ist ein kostenfreies Geschäftskonto welches bei der Solarisbank betrieben wird. Und dieses Konto hat allerlei smarte Features.

So wird das Konto komplett im Smartphone geführt und auch die Kontoeröffnung erfolgt komplett ohne jegliches Papier. Das geht supereinfach und schnell. Ich habe noch nie zuvor ein Konto am Sonntag morgen vom Bett aus eröffnet. Klingt komisch, aber das geht!

Die Kontist-App benachrichtigt Dich über jeden Geldeingang und auch über jeden Ausgang. Und wenn du für deine Buchhaltung auch noch Debitoor verwendest, werden bezahlte Rechnungen automatisch nach Debitoor gesynct und als bezahlt markiert. Da ich selbst kein Debitoor nutze, konnte ich diese Funktion leider nicht selbst testen.

Update: Inzwischen nutze ich für meine Buchhaltung auch Debitoor und das Zusammenspiel ist phantastisch. Eingehende und ausgehende Zahlungen werden weitestgehend automatisch den jeweiligen Rechnungen innerhalb von Debitoor zugeordnet. Einfach perfekt.

Das für mich beste Feature ist aber die Aufteilung des Kontostandes. Denn die App zeigt nicht einfach nur den Kontostand an. Nein, die zeigt zusätzlich an, welcher Anteil des Betrags meins ist und welcher Anteil dem Finanzamt gehört. Nachdem man eingestellt hat, welche Steuersätze zu Grunde gelegt werden sollen, legt Kontist diesen Teil automatisch beiseite, sodass man direkt sehen kann, was man wirklich in der Tasche hat und welcher Betrag möglicherweise am Jahresende abgeführt werden muss.

Das Beste ist, dass dieses Konto völlig kostenlos ist. Es kostet gar nichts. Wer möchte, kann optional auch eine MasterCard für sein Kontist-Konto beantragen. Diese kostet 29€ pro Jahr bzw. ist kostenlos wenn der Kartenumsatz pro Jahr mehr als 3000€ beträgt.
Die MasterCard kann bis 25€ kontaktlos verwendet werden und eignet sich auch zum Abheben von Bargeld am Automaten. Soweit ich mich erinnern kann, war das bis vor Kurzem noch kostenfrei. Inzwischen kostet eine Abhebung jedoch 2 €

Praktisch ist auch, dass jeder Kartenumsatz direkt per Push-Nachricht auf dem Smartphone bestätigt wird. So kann die Ausgabe auch gleich kategorisiert werden, damit die Berechnung der Steuerabgaben korrekt ist.
Zusätzlich zur physischen Mastercard kann man innerhalb der App auch eine virtuelle Kreditkarte beantragen. Diese ist kostenfrei und kann z.B. für Online-Einkäufe verwendet werden.

Ich nutze Kontist nun schon seit ein paar Monaten und bin sehr zufrieden damit. Toll wäre noch, wenn es auch Anbindung an andere Buchhaltungssysteme außer Debitoor gäbe. Soweit ich weiß, ist das aber geplant.

Wenn Ihr auch ein Konto bei Kontist eröffnen möchtet, könnt Ihr das über meinen Empfehlungslink tun. Denn dann bekommt Ihr nach der Kontoeröffnung einen Startbonus von 25 € 40 €. Der Fairness halber darf ich erwähnen, dass ich diesen Bonus ebenfalls bekomme, wenn Ihr meinen Empfehlungslink benutzt. Ist also eine Win-Win-Situation für uns beide 😉

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Update: Der Startbonus wurde von 25 € auf 40 € erhöht. Jetzt kannst Du also noch mehr für Dich bei der Kontoeröffnung herausholen.


Leider kann ich Kontist leider nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Dafür gibt es leider vielfältige Gründe. Zum einen existiert der beschriebene Tarif in der Form nicht mehr. Es gibt zwar noch ein kostenloses Konto, aber das beinhaltet keines der Vorteile mehr, die Kontist von anderen abhebt, wie z.b. die automatischen Steuerrücklagen oder die Anbindung an Debitoor. Diese Funktionen gibt es nur noch in der neuen kostenpflichtigen Variante.
Auch die Kreditkarte ist nicht mehr kostenlos bei 3000€ Umsatz, sondern kostet immer 29€ pro Jahr.

Leider hat Kontist bei meinem Konto sehr viel Mist gebaut. Ich hatte die physische Mastercard im ersten Jahr kostenfrei als Beta-Tester. Ich stellte jedoch fest, dass ich sie dank Curve nicht brauche und kündigte sie fristgerecht. Kontist kündigte dadurch aber nicht nur die physische, sondern auch die Virtuelle Kreditkarte, die ja bestehen bleiben sollte. Vom Support gab es dafür nur eine lächerliche Entschuldigung: “Oh, da ist uns ein menschlicher Fehler passiert. Das kann vorkommen.”
Eine Lösung gab es dafür nicht, außer einfach ein neues Konto zu eröffnen. Das kostet aber nicht nur Zeit, sondern auch Mühe und Geld. Schließlich muss dadurch Rechnungspapier neu gedruckt werden und Kunden müssen über die neue Bankverbindung informiert werden.

Damit wurde ich von Kontist komplett alleine gelassen.

Und als ob das noch nicht genug wäre, buchte Kontist auch noch 35 € Gebühr für die nicht vorhandene Kreditkarte ab. Meine Anfrage beim Support wurde schlicht mit “wir haben die Änderung der Preise doch angekündigt” beantwortet. Hier wird also offenbar gar nicht geschaut wo das Problem ist. Nach einer weiteren Beschwerde wurde mir nun versprochen, dass der Betrag wieder zurückgebucht wird.

Es gibt noch weitere Punkte, aber das sind erstmal die wichtigsten.

Da hilft mir auch nicht der billige Bluetooth-Lautsprecher, den mir Kontist als “Entschuldigung” unaufgefordert zugeschickt hat.

Headergrafik: Kontist Montage: Dominik Sichling Foto der Kreditkarte: Kontist Screenshot: Dominik Sichling Informationsstand: 03.01.2018 Dieser Blogbeitrag ist KEINE bezahlte Promotion von Kontist. Der Beitrag spiegelt meine eigene Meinung wieder und Kontist hat nicht um die Erstellung dieses Posts gebeten.

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