Doppelname

Eigentlich weiß sie es ja, aber jetzt kann sie es eben nochmal schriftlich nachlesen:

Meine Frau ist das Beste was mir je passiert ist. Und nachdem wir nun schon über ein Jahr zusammen wohnen und einen tollen Sohn haben, folgt nun der nächste Schritt:

Wir werden heiraten!

Doch damit fangen die Probleme erst an. Nein, nicht die Heirat selbst. Die ist höchst unkompliziert, wenn man es auf die Eheschließung auf dem Standesamt beschränkt. Nein, ich meine eher das Ganze drum herum. Die Planung der Gästeliste, die Planung der Feier und das ganze Brimborium.

Doch auch darum soll es hier noch gar nicht gehen, obwohl allein das einen mehrseitigen Artikel füllen würde.

Heute geht es um die Wahl des Namens. Ja, das kann Kopfzerbrechen bereiten, denn es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten:

  • Jeder behält seinen bisherigen Familiennamen
  • Die Frau nimmt den Namen des Mannes an
  • Der Mann nimmt den Namen der Frau an
  • Die Frau hängt den Namen des Mannes als Doppelnamen an
  • Der Mann hängt den Namen der Frau als Doppelnamen an

Und das sind jetzt nur die offensichtlichsten Optionen. Früher war es Gang und Gäbe, dass die Frau den Namen des Mannes angenommen hat. Darüber hat man nicht diskutiert, das war eben so. Doch heute leben wir in einer anderen Zeit und die Gesetze haben sich dahingehend geändert.

Meine Frau hatte in erster Ehe den Namen ihres Mannes angenommen und nach der Scheidung dann wieder abgelegt und kehrte zu ihrem Geburtsnamen zurück. Das ist bereits der erste Grund, weshalb sie diesmal ihren Namen gerne behalten würde. Der zweite Grund ist der, dass unser David dann der Einzige wäre, der den Nachnamen Scharrer in unserer Familie trägt. Denn würde sie meinen Namen annehmen, wäre es nur logisch, wenn David diesen ebenfalls annimmt.

In meiner Familie besteht jedoch bereits weiterer Nachwuchs mit dem Namen Sichling. In ihrer Familie gibt es keinen, der den Namen Scharrer weitergeben könnte.

Ich jedoch möchte meinen Nachnamen auch nicht hergeben. Denn dann gäbe die Adresse dieses Blogs keinen Sinn mehr und ich werde auch unter diesem Namen noch für Moderationen gebucht.

Bleibt noch der Doppelname. Eigentlich mag ich Doppelnamen nicht. Namen werden damit nur unnötig länger und komplizierter. Zudem spricht kaum jemand den vollen Namen aus. Annegret Kramp-Karrenbauer ist hier ein wunderbares Beispiel.

Was nun also tun? Einfach die bisherigen Namen behalten? Könnte man machen, mag ich aber nicht. Denn ich möchte nach der Hochzeit einen namentlichen Bezug zu meiner Frau und meinem Sohn haben. Nun könnte man meinen, es wäre ein gerechter Kompromiss, wenn wir einfach beide einen Doppelnamen annehmen. Doch leider macht uns da der Gesetzgeber einen Strich durch die Rechnung. Denn es ist nur für einen Ehepartner erlaubt, den Namen des anderen “anzuhängen”. (Erläuterung bei Wikipedia)

Und so werde ich nun meiner (zukünftigen) Frau zuliebe, einen Doppelnamen annehmen. Es sei denn, sie entscheidet sich noch um. Bis zum 9. März 2019 wäre ja noch Zeit. 😜

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